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-Die Veranstaltung wurde aus technischen Gründen abgesagt-

Ich musste raus!

Wege aus der DDR

Ludwig Blochberger (Lesung)

Stefan Weinzierl (Musik)

Seit 2015 hält uns die so genannte „Flüchtlingskrise“ in Atem und beherrscht seitdem Politik, Gesellschaft und Medien. Dabei ist Flucht mitnichten ein neues Thema. Vor gerade einmal 30 Jahren verlief quer durch Deutschland eine Grenze, die es für viele Menschen unmöglich machte, frei zu denken, frei zu handeln, frei zu sein. Von innerdeutscher Flucht möchten der Ostberliner Schauspieler Ludwig Blochberger und der klassische Schlagzeuger Stefan Weinzierl erzählen: Von Menschen, die alles zurück ließen und sich auf den lebensgefährlichen Weg machten, in den Westen zu fliehen.

Basierend auf der Anthologie „Ich musste raus“ von Constantin Hoffmann (erschienen im Mitteldeutschen Verlag) rezitiert Blochberger fünf reale Fluchterlebnisse, zu denen Weinzierl mit seinem vielfältigem Instrumentarium den passgenauen Soundtrack liefert. In der Kombination von Sprache und Klang entstehen Geschichten, die in ihrer Intensität sowohl als Hörbuch (Buchfunk Verlag, Release Jan 2019) als auch live auf der Bühne berühren. 

„Von 1961 bis 1989 galt die innerdeutsche Grenze als die am schärfsten bewachte überhaupt. Für die meisten in der DDR blieb sie eine unüberwindbare. Doch einige, die alles daransetzten, in die Freiheit zu gelangen, ließen sie schließlich hinter sich. Hoffmanns Reportagen belegen den ungebrochenen Freiheitswillen von ehemaligen DDR-Flüchtlingen und sind Beweis, dass ein Volk sich nicht auf Dauer einsperren lässt.“

(Mitteldeutscher Verlag)

„Ein aufrührendes Stück Nahvergangenheit.“

(Mitteldeutsche Zeitung, 7. März 2009)

„Der MDR-Redakteur [Hoffmann] beschreibt auf ebenso sachliche wie berührende Weise Schicksale.“

(Leipziger Volkszeitung, 22. Mai 2009)


Ludwig Blochberger wurde 1982 in Ost-Berlin geboren. Sowohl seine Mutter Gitta als auch sein Vater Lutz mussten sich als Puppenspielerin und Schauspieler mit den Arbeitsbedingungen in der DDR arrangieren. Eine flüchtige Bemerkung in der Öffentlichkeit genügte, um Vater und Sohn zur Befragung bei der Staatssicherheit einzubestellen. Der Fall der Mauer bedeutete auch für die Familie Blochberger neue Freiheit: 1992 siedelten sie nach Wien über. Dort gehörte Ludwig Blochberger bis 1995 den Wiener Sängerknaben an. Es folgten erste Theaterauftritte bei den Freilichtspielen Chur (Schweiz) und am  Wiener Burgtheater. 1999 zog es ihn wieder in seine Geburtsstadt Berlin zurück. Im Jahr 2000 spielte er in dem mehrfach preisgekrönten TV-Dreiteiler „Die Manns – ein Jahrhundertroman“ an der Seite von Armin Mueller-Stahl. Ein Jahr darauf begann er, wie einst Vater und Mutter, ein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, das er 2005 erfolgreich abschloss. Noch während des Studiums war er in mehreren TV- und Kinoproduktionen zu sehen, darunter im Oscar gekrönten Film „Das Leben der Anderen“ – eine berufliche Auseinandersetzung mit der DDR und ihrem Überwachungsapparat.

Als Theaterschauspieler war Ludwig Blochberger u.a. bei der Ruhr-Triennale Bochum und am Münchner Volkstheater zu sehen. 2013 übernahm er die Rolle des Inspektor Riwal in der ARD-Krimireihe „Kommissar Dupin“, welche auf den Erfolgsromanen des Autors Jean-Luc Bannalec basiert. Seit Herbst 2015 spielen er und Stephanie Stumph in der ZDF-Krimireihe „Der Alte“ an der Seite von Jan-Gregor Kremp.


Als am 09. November 1989 SED-Sekretär Günter Schabowski in einer denkwürdigen Pressekonferenz de facto die DDR-Grenzen öffnet, ist Stefan Weinzierl als 4-jähriger mit Laterne-Laufen beim St. Martinsumzug beschäftigt. Erst Jahre später bekommen Mauerfall und Wiedervereinigung für ihn eine Relevanz, als er sich zu Schulzeiten in Bayern zunehmend für Geschichte und Politik interessiert und seitdem versucht, stets über Grenzen hinweg zu denken: So passt seine Musik in keine Schublade – genauso wenig wie sein Instrumentarium. Ob mit großem Orchesterschlagwerk oder kleinen Effektinstrumenten – der Schlagzeuger und Multi-Perkussionist (Schlagzeugstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg) ist auf der Suche nach spannenden Herausforderungen frei von Genregrenzen und Besetzungszwängen. Sein Herz schlägt sowohl für Solokonzerte, als auch für Projekte mit anderen Künstlern. So arbeitet er u.a. mit Ulrike Folkerts, Wanja Mues und Rolf Becker zusammen und entwickelt Bühnenprojekte, die er stets als energiegeladene Live-Erlebnisse inszeniert. Mit dem einzigartigen Klangspektrum seiner facettenreichen Schlaginstrumente lässt er Hörwelten entstehen, die regelmäßig das Interesse zahlreicher nationaler und internationaler Festivals und Konzertreihen wecken. So folgte er u.a. Einladungen des Schleswig-Holstein Musik Festivals, der Elbphilharmonie Konzerte, der San Francisco Symphony, des Festival musica Strasbourg, des enter 4th festival Prag, der NIME Oslo und der Erfurter Herbstlese. Mit Dockside Drums gestaltet er seit 2015 eine eigene Konzertreihe in seiner Wahlheimat Hamburg. Dort entwickelt und produziert er regelmäßig Musik für Hörbücher und Dokumentationen in seinem Tonstudio.

Stefan Weinzierl ist Preisträger der Guthman Musical Instrument Competition Atlanta 2011 und Endorser des niederländischen Schlagwerkherstellers ADAMS. Im März 2015 erhielt er den Rotary-Förderpreis der Otto-Stöterau-Stiftung.

Management
Künstler- und Kulturmanagement Hamburg
Friederike Weinzierl (M.A.)
Mob: 0176 2283 2636
Tel: 040 328 424 35
Mail: info@kulturmanagement-hamburg.com

Foto: Mirjam Knieriem

Datum: 12. Oktober 2019
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Schlosstheater Ballenstedt
Preis: PK1: 15,00 €
ermäßigt (Schüler und Studenten): 8,00 €

Kartenreservierungen unter:
Tourist-Information Ballenstedt
Anhaltiner Platz 11
06493 Ballenstedt

Tel.   039483/ 263
Mail   kontakt@ballenstedt-information.de

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