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Uta von Naumburg - Theaterstück

von Dr. Volker Püschel

 

Uta, Tochter der Grafen von Ballenstedt, einer der mächtigsten Dynastien Ostdeutschlands im 11. und 12. Jahrhundert, wächst mit zwei Geschwistern in relativer Unbeschwertheit auf, bekommt im Kloster zu Gernrode eine für adelige Töchter ihrer Zeit ordentliche Schulbildung.

Der Ernst des Lebens konfrontiert sie mit der Aussicht auf standesgemäße Ehe-schließung. Aus dem Thüringer Grafen-geschlecht der Ekkehardiner, das die Markgrafen von Meißen stellt, wird Ekkehart, jüngerer Bruder des amtierenden Markgrafen Hermann, zu ihrem zukünftigen Gemahl ausersehen. Ihm geht der Ruf eines brillierenden, aber unsteten, rauflustigen jungen Lebemannes  voraus, woraufhin Uta zunächst rebelliert, sich schließlich in das Unvermeidliche fügt.

Allerdings verliebt sie sich in den schmucken, aber verheirateten Dietrich von Wettin, einen Schwager Ekkeharts, der für diesen in Ballenstedt als Werber auftritt.

Die Meißner Markgrafen leben in Fehde mit dem östlichen Nachbarn Boleslaw, Herzog von Polen, dessen Vermählung mit Oda, Schwester Hermanns und Ekkeharts, nicht verhindern konnte, dass die Grenzregion unter ständigen zermürbenden Fehden leidet. Schließlich will Kaiser Heinrich II. sich mit der Macht des Reiches einschalten und für Frieden sorgen. Unter seiner Ägide kommt es zu einer Einigung der Schwäger und Befriedung der verheerten Region. Soweit, so gut.

Über dem Hause der Ekkehardiner lastet der Fluch der Kinderlosigkeit, den leider auch unsere Heldin nicht durchbrechen kann. Ihr Verhältnis zum Gatten leidet unter diesem Makel zusätzlich, insbesondere, da sich jener durchaus in der Lage zeigt, Bastarde zu zeugen.   

Auch spürt Ekkehart, dass zwischen seinem Weib und Schwager Dietrich zarte platonische Bande existieren, worauf er verständlicherweise mit Eifersucht reagiert. Dazu kommen außerdem seine Expansionsgelüste, die mit Besitzansprüchen der Wettiner Verwandten kollidieren, sodass er schließlich einer zeitgemäßen Praxis frönt, nämlich den Schwager ermorden lässt.

Diese ruchlose Missetat, die Uta alsbald zu Ohren kommt, lässt den Konflikt zwischen den Gatten eskalieren; es kommt zur Katastrophe  -  woraus Uta in der weltberühmten Pose aus vornehmer Distanz zu Ekkehart, wie sie uns der Naumburger Meister hinterlassen hat, zurückbleibt. 

 

 

Aufführung des Historischen Theaterstückes  in 9 Aufzügen

mit  Poeta Historica  Hoftheater „Zur Ulenaue“

am 14. Oktober 2018 um 16 Uhr in der Schlosskirche Ballenstedt

Autor und Regie: Dr. Volker Püschel

Eintritt: 8,00€

Stadt Ballenstedt / Kulturverein „W. v. Kügelgen“ Ballenstedt e.V.

Datum:  14. Oktober 2018
Zeit: 16:00 Uhr
Ort: Schlosskirche im Schloss Ballenstedt
Preis: 8,00 EUR